Handgemachte Artikel online verkaufen: Etsy vs. Alternativen in 2026

Handgemachte Artikel online zu verkaufen eröffnet Zugang zu globalen Käufern, aber die falsche Plattform kann Sie Gebühren, Sichtbarkeit oder eine falsche Zielgruppe kosten. Etsy dominiert den Markt für Handgemachtes, aber Alternativen bieten andere Gebührenstrukturen und Käuferzielgruppen.

Handgemachte Artikel online zu verkaufen eröffnet Zugang zu globalen Käufern, aber die falsche Plattform kann Sie bei Gebühren, Sichtbarkeit oder der Zielgruppe teuer zu stehen kommen. Etsy dominiert den Markt für Handgemachtes, aber Alternativen wie Amazon Handmade, Folksy und Big Cartel bieten unterschiedliche Gebührenstrukturen, Käuferzielgruppen und Verkäuferanforderungen.

Dieser Ratgeber vergleicht die besten Plattformen für den Verkauf von Handgemachtem im Jahr 2026, einschließlich Gebühren, Traffic und welche Produkttypen sich auf jeder Plattform am besten verkaufen.

Beste Plattformen für den Online-Verkauf handgemachter Artikel

Etsy

Etsy ist der größte Marktplatz für handgemachte, Vintage- und Bastelzubehör-Artikel. Er hat weltweit über 90 Millionen aktive Käufer. Verkäufer zahlen 0,20 € pro Inserat, eine Transaktionsgebühr von 6,5 % und Zahlungsabwicklungsgebühren von etwa 3 % + 0,25 € pro Verkauf.

Am besten für: Schmuck, Heimdekor, Keramik, Drucke, personalisierte Geschenke, Vintage
Gebühren: 0,20 € Inserat + 6,5 % Transaktion + ca. 3 % Zahlungsabwicklung
Gesamtgebühren: ca. 9,5–10 % des Verkaufspreises + 0,45 € pro Artikel
Zielgruppe: global, Käufer, die gezielt nach Handgemachtem suchen

Etsys Stärke liegt im Suchtraffic – Käufer kommen bereits auf der Suche nach handgemachten Waren. Der Wettbewerb ist hoch, daher ist SEO (Tags, Titel, Beschreibungen) wichtig. Fotos und Bewertungen treiben Verkäufe an.

Verwandter Artikel: [interner Link-Platzhalter: Wie man auf Etsy in Großbritannien verkauft]

Amazon Handmade

Amazon Handmade ist ein kuratierter Bereich innerhalb von Amazon für von Handwerkern hergestellte Produkte. Verkäufer müssen sich bewerben und nachweisen, dass Artikel wirklich handgemacht sind. Es gibt keine monatliche Gebühr für Einzelpersonen, aber Amazon berechnet eine Empfehlungsgebühr von 15 % pro Verkauf.

Am besten für: Haushaltswaren, Schmuck, Küchenartikel, Spielzeug, zugängliche Preisklassen
Gebühren: 15 % Empfehlungsgebühr (keine Inseratgebühr)
Gesamtgebühren: 15 % des Verkaufspreises
Zielgruppe: Amazons riesige Käuferbasis, nicht gezielt nach Handgemachtem suchend

Amazon Handmade gibt Ihnen Zugang zu Prime-Versand und Amazons Infrastruktur. Käufer erwarten schnellen Versand und niedrige Preise, was die Margen unter Druck setzen kann. Am besten für Artikel mit höherem Volumen und niedrigerer Marge.

Verwandter Artikel: [interner Link-Platzhalter: Wie man auf Amazon in Deutschland verkauft]

Folksy (Großbritannien)

Folksy ist ein britischer Marktplatz ausschließlich für handgemachte Artikel von in Großbritannien ansässigen Herstellern. Es wird eine Provision von 6 % + MwSt. auf Verkäufe erhoben, plus eine Zahlungsabwicklungsgebühr von 3 % + 20 Pence. Keine Inseratgebühren.

Am besten für: britische Hersteller, die an britische Käufer verkaufen, Handwerk, Textilien, Schmuck
Gebühren: 6 % + MwSt. Provision + 3 % + 20 Pence Zahlungsabwicklung
Gesamtgebühren: ca. 9–10 % des Verkaufspreises + 20 Pence
Zielgruppe: britisch-fokussiert, kleiner als Etsy aber weniger wettbewerbsintensiv

Folksy hat ein engeres Gemeinschaftsgefühl und weniger Inserate, mit denen man konkurriert. Der Traffic ist geringer als bei Etsy, aber Käufer legen besonders Wert darauf, britische Hersteller zu unterstützen.

Big Cartel

Big Cartel ist ein eigenständiger Shop-Builder, kein Marktplatz. Sie bauen Ihren eigenen Shop und generieren Ihren eigenen Traffic. Pläne beginnen kostenlos (5 Produkte) und steigern sich auf 9,99 €/Monat (50 Produkte) oder 19,99 €/Monat (500 Produkte). Keine Transaktionsgebühren auf kostenpflichtigen Plänen.

Am besten für: Künstler, kleine Marken, Hersteller mit bestehendem Publikum
Gebühren: 0–19,99 €/Monat (keine Transaktionsgebühren auf kostenpflichtigen Plänen)
Gesamtgebühren: feste monatliche Kosten, keine Gebühr pro Verkauf
Zielgruppe: Sie bringen Ihr eigenes Publikum mit (Instagram, E-Mail-Liste, Mundpropaganda)

Big Cartel funktioniert, wenn Sie bereits Follower haben oder Traffic über Social Media generieren können. Es bietet keine eingebauten Käufer wie Etsy oder Amazon.

Not On The High Street (Großbritannien)

Not On The High Street ist ein kuratierter britischer Marktplatz für einzigartige und personalisierte Geschenke. Verkäufer müssen sich bewerben und Qualitätsstandards erfüllen. Die Provision beträgt 25 % auf erste Verkäufe und sinkt nach Umsatzschwellenwerten auf 20 %.

Am besten für: personalisierte Geschenke, Heimdekor, hochwertige handgemachte Waren
Gebühren: 20–25 % Provision
Gesamtgebühren: 20–25 % des Verkaufspreises
Zielgruppe: britische Käufer, die nach Premium- und einzigartigen Geschenken suchen

Not On The High Street erhebt höhere Gebühren, bietet aber starke Markenbekanntheit und Käufervertrauen. Am besten für Hersteller, die trotz der Provision Margen aufrechterhalten können.

Shopify

Shopify ist eine vollständige E-Commerce-Plattform, auf der Sie Ihren eigenen Shop aufbauen. Pläne beginnen bei 27 €/Monat. Sie zahlen Zahlungsabwicklungsgebühren (etwa 2,9 % + 0,30 € pro Transaktion), aber keine Transaktionsgebühren bei Verwendung von Shopify Payments.

Am besten für: etablierte Hersteller, Hochvolumenverkäufer, Markenaufbauer
Gebühren: ab 27 €/Monat + ca. 2,9 % + 0,30 € Zahlungsabwicklung
Gesamtgebühren: fixe monatliche + ca. 3 % pro Verkauf
Zielgruppe: Sie generieren Ihren eigenen Traffic

Shopify lohnt sich, wenn Sie regelmäßig verkaufen und volle Kontrolle wünschen. Es ist übertrieben, wenn Sie Produkte testen oder gelegentlich verkaufen.

Facebook Marketplace / Instagram Shopping

Facebook und Instagram ermöglichen direkten Verkauf an lokale oder Online-Käufer. Facebook Marketplace ist für lokale Verkäufe kostenlos. Instagram Shopping integriert sich mit Facebook Pay oder externem Checkout und berechnet 5 % pro Transaktion bei plattforminternem Checkout.

Am besten für: lokale Verkäufe, Social-Media-getriebene Marken, visuelle Produkte
Gebühren: 0 % (lokal) oder 5 % (Checkout)
Gesamtgebühren: 0–5 % je nach Methode
Zielgruppe: Ihre Follower + lokale Entdeckung

Funktioniert gut, wenn Sie eine aktive Social-Media-Präsenz haben. Erfordert konsequentes Posten und Engagement, um Verkäufe zu erzielen.

Verwandter Artikel: [interner Link-Platzhalter: Wie man auf Facebook Marketplace in Kanada verkauft]

Plattformgebührenvergleich (50-€-handgemachter Artikel)

Plattform Gebühren Verbleib % behalten
Facebook Marketplace (lokal) 0 € 50,00 € 100 %
Big Cartel (kostenpflichtiger Plan) 9,99 €/Monat 50,00 € 100 % pro Artikel
Shopify 1,75 € (ca. 3,5 %) 48,25 € 96,5 %
Etsy 5,20 € (ca. 10,4 %) 44,80 € 89,6 %
Folksy 5,00 € (ca. 10 %) 45,00 € 90 %
Amazon Handmade 7,50 € (15 %) 42,50 € 85 %
Not On The High Street 10–12,50 € (20–25 %) 37,50–40 € 75–80 %

Welche Plattform ist am besten für handgemachte Artikel?

Für Einsteiger ohne eigenes Publikum bietet Etsy die beste Balance aus eingebautem Traffic, angemessenen Gebühren und auf Handgemachtes fokussierten Käufern. Wenn Sie in Großbritannien sind und britische Käufer ansprechen, ist Folksy eine weniger wettbewerbsintensive Alternative.

Für Hersteller mit bestehendem Publikum (Instagram, E-Mail-Liste, Stammkunden) bieten Big Cartel oder Shopify volle Kontrolle und niedrigere Gebühren pro Verkauf – aber Sie müssen Ihren eigenen Traffic generieren.

Amazon Handmade funktioniert, wenn Sie höheres Volumen bei niedrigeren Margen bewältigen können. Not On The High Street eignet sich für Premium-Waren, bei denen die 25 %-Gebühr durch Markenvertrauen gerechtfertigt ist.

Tipps für den Online-Verkauf handgemachter Artikel

  • In Produktfotografie investieren: natürliches Licht, saubere Hintergründe, mehrere Winkel mit Maßstab und Details
  • Detaillierte Beschreibungen verfassen: Materialien, Abmessungen, Pflegehinweise, Personalisierungsoptionen
  • Preise so kalkulieren, dass Gebühren und Zeit abgedeckt sind: Inseratgebühren, Transaktionsgebühren, Materialien und Arbeitszeit einrechnen
  • Keywords strategisch einsetzen: überlegen, wonach Käufer suchen, nicht nur, wie Sie das Produkt nennen
  • Variationen anbieten, wenn möglich: Farben, Größen, Personalisierungsoptionen erhöhen die Attraktivität
  • Zuverlässig und pünktlich versenden: verspäteter Versand ruiniert Bewertungen und Stammkunden
  • E-Mail-Liste aufbauen: auch auf Marktplätzen E-Mails für Stammkunden erfassen

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Kann man auf mehreren Plattformen gleichzeitig verkaufen?

Ja. Viele Hersteller inserieren auf Etsy für Traffic, betreiben einen Shopify-Store für Stammkunden und nutzen Instagram zur Entdeckung. Die Bestandsverwaltung über mehrere Plattformen erfordert Tracking, aber Tools wie Vela oder Craftybase können Inserate synchronisieren.

Beginnen Sie mit einer Plattform, lernen Sie, was sich verkauft, und erweitern Sie dann. Drei Stores schlecht zu betreiben ist schlechter als einen gut zu betreiben.

Fazit

Etsy ist für die meisten Handgemacht-Verkäufer die Standardwahl, weil es Käufer liefert, die aktiv nach handgemachten Waren suchen. Die Gebühren sind angemessen, und die Plattform übernimmt Zahlungen, Versandlabels und Käuferstreitigkeiten.

Wenn Sie in Großbritannien ansässig sind, bietet Folksy weniger Wettbewerb. Wenn Sie ein bestehendes Publikum haben, geben Ihnen Big Cartel oder Shopify mehr Kontrolle. Wenn Sie Volumen und schnellen Versand bewältigen können, öffnet Amazon Handmade Zugang zu Millionen Prime-Käufern.

Wählen Sie basierend darauf, wo Ihre Käufer sind und wie viel Traffic Sie selbst generieren können. Für die meisten Hersteller, die anfangen, ist Etsy der beste erste Schritt.

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Constantin R. T.

Unabhängiger Wiederverkäufer und Plattformanalyst. Testet jeden hier aufgeführten Marktplatz und verfolgt Gebühren, Auszahlungsgeschwindigkeiten und Richtlinienänderungen in Europa und den USA.